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Wie die Stadt der Zukunft tatsächlich aussehen wird, ist ungewiss. Sie nur aus der Perspektive eines Automobilherstellers zu erdenken, wäre zu einfach. Audi sucht deshalb im Rahmen der Audi Urban Future Initiative den Diskurs mit internationalen Experten. Zum Thema „ENERGIEN – Welche Kräfte verändern die Städte der Zukunft?“ findet am 12. September im unmittelbaren Vorfeld der 64. Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt am Main der Audi Urban Future Summit statt. Ziel des Symposiums, zu dem mehr als 300 internationale Experten aus verschiedenen Disziplinen geladen sind, ist, Wissen zu vernetzen. Wie müssen sich Stadtraum und Mobilität ent- wickeln, um den Anforderungen künftiger Großstädte gerecht zu werden? Dieses Gremium wurde bei Audi speziell für die Initiative ins Leben gerufen, arbeitet bereichs- übergreifend und trägt den Urbanitäts- und Mobilitäts-Diskurs ins Unternehmen. Die während des Awards entwickelten Visionen wurden für den Summit 2011 zu drei wesentlichen |
Themenbereichen zusammengefasst: Netzwerk, soziale Kooperation und Ressourcenmanagement. Jedes Thema wird in Frankfurt in einem Workshop erörtert. Der Workshop „Energies of Data – Eine vernetzte Stadt“ basiert auf dem Gewinner-Entwurf von Jürgen Mayer H. Der Themenkomplex beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Stadt künftig von Netzwerken geprägt sein wird. Verändern automatisiertes Fahren, personalisierte elektronische Systeme und soziale Netzwerke den städtischen Raum und die individuelle Mobilität nachhaltig? Bjarke Ingels Award-Thesen finden sich im Themenfeld „Energies of Resources – Eine Stadt des Überflusses“ wieder.Netzwerke, gespeist mit Daten zu Energiequellen, Verkehrsteilnehmern und Infrastruktur, könnten den Verkehrsfluss verbessern. Ein Energieüberschuss und freie, interaktiv nutzbare Flächen wären das Ergebnis. Können sich Auto und Gebäude also derselben flexiblen Energiespeicher bedienen, anstatt auf statische Versorgungssysteme angewiesen zu sein? Auf Konzepten des sozialen Miteinanders basiert Alison Brooks Award-Entwurf. Er bildet die Grundlage des dritten Felds „Energies of Social Relations – Eine Stadt der Kooperation“. |
Geht man davon aus, dass die Stadt der Zukunft aus vielen heterogenen Bereichen besteht, wird sich das soziale Miteinander verstärken. Neue Formen nachbarschaftlicher Kooperation entstehen: Treten sozialer Austausch, gemeinsames Benutzen und Nachbarschaftshilfe daher in einigen Bereichen an die Stelle individuellen Besitzes? International renommierte Keynote-Sprecher werden diese Themenfelder mit Impulsvorträgen einleiten. Carlo Ratti, Ingenieur und Architekt am Massachusetts Institute of Technology, wird zum Thema Netzwerke sprechen und Ludger Hovestadt, Architekt und Professor an der ETH Zürich, zum Themenfeld Ressourcen. Charles Leadbeater, Autor, Berater und Trendforscher, wird schließlich über seine Sichtweise sozialer Kooperation im urbanen Raum referieren. Ein wichtiges theoretisches Fundament der Diskussion bildet der Einführungsvortrag der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin Saskia Sassen. Als Expertin zum Thema Stadt und Globalisierung verlangt sie nachdrücklich nach interdisziplinärem Austausch in der Wissenschaft: „Wir möchten den Komplex der Mobilität als eine Art Blackbox betrachten, die in viel mehr Aspekte aufgeschlüsselt werden muss als nur denjenigen der aktuellen Technologie“, erklärt Saskia Sassen. |

