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HOME Award Award 2010 Aufgabenstellung

Hinweise für Architekten zur Aufgabenstellung

Im Folgenden soll der Rahmen abgesteckt und die Aufgabenstellung des Audi Urban Future Award umrissen werden, um Ihnen als den teilnehmenden Architekturbüros den Umfang und die Grenzen des Konzepts zu erläutern und konkrete Hinweise zu den Medien und Formaten zu geben, die für die begleitende Website, den Workshop und die Konferenz in London sowie für die Ausstellung und Publikation in Venedig benötigt werden.

Es ist uns wichtig zu betonen, dass Sie innerhalb des vorgegebenen Rahmens frei sind, einen eigenen Zugang zu der Thematik zu wählen und unvoreingenommen einen Blick auf die Stadt der Zukunft im Hinblick auf Konzepte kollektiver, insbesondere aber auch individueller Mobilität zu entwickeln. Was wir von Stylepark innerhalb des Konzepts als Rahmen definieren, stellt also lediglich unsere eigene Perspektive am Beginn des Prozesses dar. Alles Weitere wird sich im Laufe des Projekts konkretisieren.

Das Konzept sieht vor, dass Sie mögliche Zukunftsvisionen entwickeln, die nicht völlig losgelöst davon sind, wie sich Mobilität im urbanen Raum in den kommenden Jahrzehnten verändern wird. Dabei sollen Ansätze zur Transformation des Bestehenden in die Szenarien einfließen. Ferner gilt es, den Beitrag zu berücksichtigen und zu reflektieren, den ein Unternehmen wie Audi zu einer Neuorientierung im Bereich der Mobilität leisten kann.
[…]

Audi lädt Sie zudem nach Ingolstadt ein, um Ihnen die Perspektive des Unternehmens auf die Zukunft zu erläutern. Auf welche Weise Sie von den Ansätzen und Ideen der Marke Audi Gebrauch machen und diese in die Entwicklung eigener Visionen einbeziehen, bleibt allein Ihnen überlassen. Um Ihnen nach dem Besuch in Ingolstadt eine weitere Diskussion mit dem Unternehmen zu erleichtern, wird Audi Ansprechpartner bereitstellen, die Sie jederzeit kontaktieren können.

Im Zentrum des Audi Urban Future Award steht für uns die Frage, wie sich der urbane Raum in den kommenden Jahrzehnten verändern wird. Wir versprechen uns von Ihnen, dass Sie neue Ideen generieren und wir in vielfältiger Weise aufgezeigt bekommen, anhand welcher Phänomene Zukunft konkret greifbar wird. Es geht beispielsweise um die Fragestellung, ob durch notwendigen Batterietausch oder neuartige, kombinierte Systeme automobiler Mobilität im Randbereich der Städte neue Bauaufgaben entstehen oder ob durch den verstärkten Einsatz von Elektroautos bestimmte Areale der Stadt verändert werden. Dabei gehen wir davon aus, dass auf der Seite der Technik Hybrid- oder Elektroantriebe mittelfristig die Basis bilden werden, um zu neuen Formen individueller und kollektiver Mobilität zu kommen.


Diese gilt es also, neben anderem, auf ihre Relevanz und auf ihre Konsequenzen hin zu befragen, um daraus neue Typologien und Systeme entwickeln zu können.

Jenseits aller Dezentralisierungsromantik und Immaterialisierungsmystik sind Architektur und Stadtplanung aus unserer Sicht prinzipiell in der Lage, für den urbanen Raum im Blick auf künftige Mobilitätsformen neue Perspektiven zu eröffnen und künftige Entwicklungen modellhaft vorzustellen. Genau dies soll auf der Grundlage einer Deutung der Gegenwart und eines Ausblicks in die Zukunft geschehen. Sie und Ihr Team sind aufgefordert, eine Installation, Modelle und Bilder zu erarbeiten, die eine veränderte Wirklichkeit vorstellbar machen. Darüber hinaus sollen diese beschreiben, wie Veränderung initiiert werden kann und welche Folgen sie hat.

Aus unserer Sicht bieten sich generell zwei unterschiedliche Perspektiven oder Heran- gehensweisen an, um eine Transformation des Bestehenden gestaltend in Angriff zu nehmen. Man kann sowohl mit einer Betrachtung aus einer Makro-Perspektive beginnen, als auch aus einer Mikro-Perspektive heraus versuchen, differenzierte Antworten auf einzelne Fragen zu finden. Beide Herangehensweisen haben Vor- und Nachteile. Betrachtet man Stadt und Mobilität aus einer übergeordneten Sicht, so hat man es unweigerlich mit Fragen der strategischen Kooperation, der Sicherung von Märkten und Einflussbereichen oder dem Umgang mit Emmissionszertifikaten zu tun. Einzelne Projekte und konkrete Lösungswege, die ökonomisch, ökologisch und ästhetisch überzeugen, spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Es könnte also sein, dass auf der Basis einer solchen Betrachtung eine eher abstrakte Vision der Zukunft entsteht.

Aus einer Mikro-Perspektive heraus werden hingegen hauptsächlich einzelne Phänomene betrachtet und analysiert. Daraus lassen sich Szenarien und Angebote entwickeln, wie sich Gewohnheiten konkret verändern lassen. Es besteht dabei die Gefahr, dass man zwar Lösungen in klar umrissenen Kontexten entwickelt, aber das Ganze in seiner Komplexität aus den Augen verliert. Wir möchten, dass Sie nach Möglichkeit beide Perspektiven berücksichtigen. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Das Konzept des Audi Urban Future Award zielt darauf ab, einen Ausblick auf die Zukunft zu eröffnen und den Zusammenhang von Mobilität, Architektur und Stadtentwicklung zu diskutieren, ohne dabei die Marke Audi als Automobilhersteller auszuklammern.

Konkrete Aufgaben und Formate

Neben den finalen Entwürfen als solchen ist der Prozess ein weiterer wichtiger Bestandteil des Audi Urban Future Award. Dieser soll in vielfältiger

 


Weise sichtbar gemacht werden, unter anderem auf der Website, im Workshop und bei der Konferenz in London, in der Ausstellung in Venedig sowie in den begleitenden Publikationen.

Website

Auf der Website des Audi Urban Future Award werden Konzeption, Zielsetzung und sämtliche Teilnehmer des Wettbewerbs vorgestellt sowie der laufende Fortgang des Projekts begleitet und dokumentiert. Überdies sind alle Teilnehmer aufgefordert, in regelmäßigen Abständen Bilder, Collagen, Skizzen, Filme, Zitate oder Ähnliches zum Thema zu produzieren, die auf der Website publiziert werden. Diese dienen dazu, Inspirationsquellen sichtbar zu machen und den Weg zu dokumentieren, an dessen Ende Ihr Wettbewerbsbeitrag stehen wird. Die Materialien sollen Ihre generellen Überlegungen und Ideen zum Thema Mobilität und Stadt untermauern, ganz gleich ob diese auf direkte oder indirekte Weise Einfluss auf Ihren Entwurf haben werden. Auf diese Weise soll über die direkte Aufgabenstellung hinaus eine Plattform für eine vielfältige und lebendige Debatte über Stadt und Mobilität entstehen.

[…]

Ausstellung des Audi Urban Future Award

Für die Ausstellung in der Scuola Grande della Misericordia in Venedig und den Wettbewerb, der dort auf der Grundlage der Ausstellung von einer international besetzten Jury entschieden wird, sollen jeweils dreidimensionale Modelle beziehungsweise eine Installation produziert werden. Im Rahmen der Ausstellung wird darüber hinaus der Entstehungsprozess präsentiert. Hierfür bitten wir Sie, Skizzen, Zeichnungen, Computer- animationen und eine detaillierte Beschreibung Ihrer Vision oder Ihres Szenarios mitzuliefern.

[…]

Dieser Text ist Bestandteil eines umfangreichen Briefingpaketes, das den Architekten im Wettbewerb um den Audi Urban Future Award ausgehändigt wurde. Des Weiteren wurden ihnen folgende Dokumente zur Verfügung gestellt:

• Konzept Audi Urban Future Award
• Materialsammlung Audi: interne Dokumente zu den Bereichen „Technische Entwicklung“, „Markenstrategie“ und „Audi Design“ sowie Artikel zum Thema Design und Informationen zum neuen A1
• Faktensammlung zu den Themen Stadt, Mobilität und Zukunft
• Porträt der Ausstellungsgestalter Raumlaborberlin und Bilder des Ausstellungsortes

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Links
www.audi.de
www.stylepark.com
www.audi-mediaservices.com
www.audiusa.com

www.festivalofideasnyc.com
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